Sir Ludwig „Poppa“ Guttmann · 1899–1980

Er hat das Leben von Menschen mit Rückenmarksverletzungen für immer verändert.

Durch eine bessere medizinische und soziale Behandlung – und durch die Gründung der Paralympischen Spiele. Der Poppa Guttmann Trust wurde gegründet, um das Vermächtnis dieses genialen Menschen zu feiern.

Lebensgroße Bronzestatue von Sir Ludwig Guttmann, lächelnd an eine Steinbank gelehnt
Die Poppa-Guttmann-Statue vor dem National Spinal Injuries Centre, Stoke Mandeville
Porträt von Beryle Bell, lächelnd, mit gemustertem Halstuch
Beryle Bell (1932–2015)
Der Name

Warum wurde Ludwig Guttmann „Poppa“ genannt?

1946 bat ein Chirurg Dr. Ludwig Guttmann, sich Beryle anzusehen. Er fand ein vierzehnjähriges Mädchen vor, stark abgemagert – sie wog nur rund 25 Kilo –, mit zahlreichen Druckgeschwüren und in Streckstellung versteiften Beinen. Sie tat ihm unendlich leid. Mit 15 kam sie nach Stoke Mandeville – als erste nicht-militärische Patientin in Guttmanns Zentrum für Rückenmarksverletzte.

Beryle blieb sechseinhalb Jahre. Eines Jahres schenkte sie Guttmann zu Weihnachten ein Feuerzeug mit der Gravur „Poppa“ – weil sie fand, dass er sie zwischen ihrem 15. und 22. Lebensjahr großgezogen hatte. So kam Guttmann zu seinem Namen Poppa.

Beryles Geschichte lesen
Der Trust

Eine längst überfällige Würdigung

Eine größere Anerkennung dieses bemerkenswerten Pioniers war längst überfällig. Der Poppa Guttmann Trust wurde gegründet, um genau das zu leisten – das Vermächtnis dieses genialen Menschen zu feiern.

Eine lebensgroße Bronzestatue von „Poppa“, wie er liebevoll genannt wurde, wurde am 24. Juni 2012 bei einem großen Wiedersehensfest ehemaliger und aktueller Patientinnen, Patienten und Mitarbeitender enthüllt und 2013 schließlich vor dem National Spinal Injuries Centre (NSIC) am Stoke Mandeville Hospital aufgestellt.

Eine Bronzebüste aus derselben Form wurde dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) überreicht und bei den Paralympischen Spielen 2012 ausgestellt. Das IPC hat zugesagt, die Büste zu allen künftigen Sommer- und Winter-Paralympics mitzunehmen.

Dr. Dennis Guttmann und Eva Loeffler neben der Bronzestatue ihres Vaters
Poppa mit seinem Sohn Dr. Dennis Guttmann und seiner Tochter Eva Loeffler
Von den vielen Formen der Behinderung, die den Menschen treffen können, ist eine schwere Verletzung oder Erkrankung des Rückenmarks zweifellos eine der verheerendsten Katastrophen des menschlichen Lebens.
— Sir Ludwig Guttmann

Dank seiner lebenswichtigen, bahnbrechenden Arbeit hat sich das Leben von Menschen mit Rückenmarksverletzungen weltweit in einem Maß verbessert, das niemand für möglich gehalten hätte.

Entdecken

  • Bildhauer Jacko bei der Arbeit an der Tonfigur Guttmanns

    Die Statue

    Wie der Bildhauer Jacko eine lebensgroße Bronze von „Poppa“ schuf – und nach einem Brand in der Gießerei ganz von vorn begann.

  • Kunstprogramm

    Töpfern, Trommeln, Malen und mehr: Kunst am NSIC – im Geist von Guttmanns Einsatz des Sports.

  • Die Statue neben ihrem Steinsockel am Stoke Mandeville Hospital

    Der Trust

    Warum der Trust gegründet wurde, was er erreicht hat, und die Menschen dahinter.